„Mit Genugtuung nehmen wir zur Kenntnis, dass die FDP- Vorschläge zur Verwaltungs- und Funktionalreform nun endlich in der Staatskanzlei wahrgenommen werden“ sagte der Stellvertretende Parteivorsitzende Gerald Ullrich aus Floh- Seligenthal. Das Freie Wort berichtete am Freitag über die Gedankenspiele der Staatskanzlei zu einer sogenannten „Hochzonung“ der Aufgaben, die das Land an die Kreise im Rahmen des übertragenen Wirkungskreises abgegeben hat. „Allerdings ist es schade, dass man eine Schmalspurlösung mit 4 im Land verteilten Zentren im Sinn hat. Dies wird nicht zu den erhofften Einsparungen führen“ so Ullrichs Meinung. „Diese Dinge müssen komplett unter dem Dach der Landesregierung zusammengefast werden, so wie wir es seit anderthalb Jahren fordern“ so seine Meinung. Grundvoraussetzung hierfür sei allerdings ein stabiles, schnelles und Flächendeckendes Internet, wovon man noch weit entfernt ist. Erstaunlich sei es für ihn weiter, dass für den Kreis- und Gemeindezuschnitt das Innenministerium und für die Verwaltungsreform ausschließlich die Staatskanzlei verantwortlich ist. „Das ist doch kein Malbuch. Der Innenminister zeichnet Kreise und Herr Hoff malt sie bunt aus. Es geht hier um Menschen, nicht um Zeitvertreib“ schimpft Ullrich. Fassungslos ist Ullrich über den Denkansatz, dass ein neuer Anlauf zur Gebietsreform kurzfristig ohne eine Resortabstimmung in Angriff genommen werden soll. „Was für ein Flickwerk wird dabei wohl herauskommen“ ist seine Vermutung. Es stimme ihn ebenfalls nachdenklich, dass es nun aus der Staatskanzlei heißt, dass man mit der jetzt angepeilten Reform kein Personal einsparen könne. „Wozu dann das Ganze“ ist seine Frage. „Thüringen braucht kaum etwas so dringend, wie eine Reform, allerdings keine Gebiets- sondern eine Funktional und Verwaltungsreform. Wenn die Regierung das Totalversagen Ihrer Variant eingesteht, werden wir gerne helfen, unser Land zum verwaltungstechnisch modernsten Land in Deutschland zu machen“ so der FDP- Mann abschließend.

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